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Schuss aus der Hüfte (Rügen Januar 2014)

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J.S.

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Schuss aus der Hüfte Rügen Januar 2014

Man war der Januar in diesem Jahr Scheisse!
Ich hatte mir teils allein, teils mit Marcel schon den einen oder anderen Tag um die Ohren geschlagen und ätzenderweise konnte man die ausgesprochen überschaubaren Ergebnisse nichteinmal  auf irgendwelche schlechten Rahmenbedingungen schieben…

An mangelder Härte oder Ausdauer konnte es aber irgendwie auch nicht liegen.
Auch Donnerstag hatte ich mir malwieder das volle Programm gegönnt und sicher einen Millimeter Gummistiefelsohle abgelaufen als gerade nachdem ich die Wohnungstür aufgeschlossen hatte mein Telefon klingelte.

Ob meiner alles andere als euphorischen Stimmung überlegte ich, ob ich überhaupt abheben sollte.

Egal, also mal schauen wer da wieder was will…

Das Gespräch war allerdings etwas seltsam :

„Moin, hier is Marcel. Wie wars denn heute?“

„Scheisse!“

-Pause-

„Alter bist du spontan?“

-Pause-

- weitere 30 Sekunden Pause-

„Lass mich erstmal heimkommen…“

-Pause-

„Was willste?“

„Rügen, Jerkbait, Vollgas!“

-Pause-

„Lass mich mal 2 Minuten überlegen …“

-10 Sekunden Pause-

„Wann und wo?“

„Morgen, also Freitagnacht um 0145h Abfahrt, Samstag 0800h losfischen, Sonntag und Montag durchfischen und Montag vom Boot auffe Bahn und Heim!“

-5 Sekunden Pause-

„Alles klar!“

Marcel hatte sich zwischenzeitlich um alles gekümmert und Alex ebenfalls von der Genialität dieser Aktion überzeugen können…

Samstagmorgen um 01.41h stand ich also vor meiner Haustür und nach 3 Minuten Kofferaumtetris  begann die Fahrt.
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Trotz wenig Schlaf standen wir exakt 6 Stunden später am Hafen und bewunderten den Sonnenaufgang  auf der Insel der Hechte.
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Etwa 20 Minuten später war das Boot klargemacht.
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Schon 30 Minuten später flogen die Jerks über das flache Wasser.
Um 08.35h hieß es das erste Mal „Fish on!“ und Marcel landete den ersten Fisch der seinen Busterjerk weggehämmert hatte.
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Kurz darauf konnte auch Alex sich mit einem schönen Hecht entschneidern  und ich schaute auf die Uhr…
Um exakt 08.55h war es dann soweit , meine Jerke war krumm und ich konnte meinen ersten wunderschön gelb gefärbten Rügenhecht  landen – mit 69cm sicher kein Riese aber immerhin auf einen pinken Eigenbau!
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Wir fischten weiter in teilweise weniger als 50cm tiefen Wasser und bekamen Biss auf Biss.
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Nicht alle Fische konnten gehakt werden, aber am Ende des Tages hatten wir uns 32 Hechte zusammengeangelt, wobei die Hälfte auf das Konto von Alex entfielen.
Ich muss zugeben, daß mir das Jerken in die zum Teil doch sehr schnelle Andrift  bei etwa 5 Bft einige Probleme bereitete. Immerhin waren es dann dochnoch 7 Hechte bis 82cm auf meiner Habenseite.

Ziemlich abgekämpft bezogen wir also am Samstagabend unser Quartier, nach kurzer Befüllung der Kohlenhydratspeicher war dann auch schon die doch überfällige Nachtruhe angesagt…

Der Sonntag begann nach einen atemberaubenden Sonnenaufgang, bei sehr starken Wind und starker Trübung um 08.15h auf dem Wasser.
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Ob der Ergebnisse des Vortages war natürlich eine gewisse Euphorie zu spüren,
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welche sich allerdings nach den ersten ereignisslosen Driften etwas legte.
Das Wasser war doch sehr trüb und der starke Wind sowie treibendes Kraut setzten uns etwas zu – offenbar fanden die Hechte derartige Umstände wenig erbaulich.
Es war Alex, der das Boot  um 1100h endlich aus dem Schneider brachte.
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Keine 10 Minuten später konnte auch ich mich dann mit einem 68er Hecht entschneidern.
Wir probierten also Einiges aus und bis etwa 1300h war das Fischen im Vergleich zum Vortag wirklich zäh.
Gegen Mittag begann das wetter verrückt zu spielen und Marcel brachte uns an eine etwas windgeschütztere Stelle.
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Es gab wieder ein paar Bisse und wir konnten in kurzer Folge einige Fische fangen.
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Im weiteren Verlauf des Tages konnte ich mich durch exorbitanten Dilletantismus hervortun – ich fing Fische auf nur im Wasser liegende Jerks und verkloppte einen Fisch nach dem anderen.
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Am Ende des Tages hatten wir 12 Hechte bis 87cm gefangen, wobei Alex wieder die Hälfte der Fische beigetragen hatte. Das Wetter war mit Windstärken bis 8Bft, Hagel, Regen, stark steigenden Luftdruck aber auch Sonne teilweise schon eine kleine Herausforderung.
Der Sonntagabend wurde daraufhin mit einer Fleischkur beendet.

Am Montagmorgen waren wir natürlich gespannt wie die Fische sich nach zwei so unterschiedlichen Tagen wohl verhalten würden.
Kurz gesagt das Fischen ließ sich dadurch, das der Wind etwas abgeflaut war etwas entspannter an und um 09.30h hatte Marcel den ersten Hecht am Kabel.

Um 10.05h konnte ich nachlegen und durch die windbedingt etwas langsamere Drift kam ich zum ersten mal etwas besser klar.

Marcel  hatte sich am Vorabend aufgrund seiner Handgelenkprobleme eine neue Strategie ausgedacht und fischte nun konsequent mit Gummi.
Diese Herangehensweise sollte sich als Volltreffer erweisen.
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Marcel bekam sehr viele Bisse, konnte allerdings aufgrund der schonenden Einzelhakenmontage längst nicht alle Bisse verwerten.
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Während Marcel und ich einige Bisse und Fische bekamen tat sich bei Alex komischerweise recht wenig, obwohl er unbeirrt die Erfolgsschiene der vorhergehenden Tage weiterfuhr.
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Die Flaute bei Alex sollte allerdings nicht allzulange anhalten und in etwa 3 Stunden legte er auf die schnelle 10 Hechte bis 87cm nach.
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Besonders freute sich Alex über einen Fisch von 49cm, der sich wohl verirrt hatte und so ziemlich den einzigen Aussreisser nach unten darstellte.
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Ich hingegen verfiel wieder in meinen Dillettantismus vom Vortag,(jeden Fussballer hätte man für eine derartige Chancenverwertung an die Wand gestellt).
Um 15.45h hieß es Abrücken und wir mussten diesem wunderschönen Revier der Rücken kehren.
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Punkt 16.47h war das Fahrzeug gepackt und nach absolut reibungsloser Heimfahrt öffnete ich um 22.49h meine Wohnungstür mit einem weitaus besseren Bauchgefühl als am vorhergehenden Donnerstag.
Im Nachhinein war das wohl meine bislang schönste Angeltour – das Revier ist einfach traumhaft.
Wir hatten in den 3 Tagen 66 Hechte, jeder hatte Fische über 80cm und Fische unter 70cm waren eher die Aussnahme, wobei ich denke, daß da durchaus noch Luft nach oben bleibt.

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal ausdrücklich bei meinen Mitstreitern  Alex und Marcel für die gelungenen Tour bedanken, wobei noch ein besonderer Dank an Marcel für die perfekte Organisation sowie die sichere Hin- und Rückfahrt geht.


mfg

J.M.S.



Zuletzt von J.S. am Mo 20 Jan 2014, 12:15 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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Gegen einen anständigen Hechtangeltag muss jede militärische Übung wie ein Kindergeburtstag wirken!
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Geile Aktion und schöner Bericht! 66 Hechte in drei Tagen, denke damit könnt ihr absolut zufrieden sein, oder? Ich nehme mal an das Marcel oder Alex das Gebiet schon kannten, oder war das für alle die erste Rügen-Tour?

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J.S.

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Admin
War schon ein dolles Ding!
Marcel hat dort schon etwas Streckenkunde...


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